Das Janimare Inhaltsstofflexikon
Bentonit
- INCI
- BENTONITE
- Herkunft
- Mineralischnatürlicher Ton, der im Bergbau gewonnen wird
- Aufgaben
- AbsorbierendFüllstoffEmulsionsstabilisierendViskositätsregelnd
- Im Sortiment
- Enthalten in 2 Janimare-Produkten
- Geprüft am
- 4.10.2026
Auf einen Blick
Natürlicher, quellfähiger Ton, der vor allem aus dem Mineral Montmorillonit besteht. In Kosmetik nimmt er Stoffe auf, gibt Volumen und macht Rezepturen dicker.
Ausführlich
CosIng beschreibt Bentonit als kolloidalen Ton, der hauptsächlich aus Montmorillonit besteht (CAS-Nummer 1302-78-9). Montmorillonit ist ein wasserhaltiges Aluminiumsilikat. Laut PubChem reicht die Farbe des Rohmaterials von gelblich-weiß bis fast schwarz; als Pulver ist Bentonit cremefarben bis hellbraun.
Auffällig ist das Verhalten mit Wasser: Bentonit löst sich nicht, quillt aber stark auf, laut PubChem auf das Zwölffache seines trockenen Volumens, und bildet dabei Gele. Der Ton wird im Bergbau gewonnen und außer in Kosmetik auch technisch genutzt, etwa in Bohrspülungen, Gießereisand oder Katzenstreu.
Alle vier Funktionen, die CosIng nennt, betreffen die Rezeptur: Bentonit nimmt gelöste oder fein verteilte Stoffe auf, vergrößert als Füllstoff das Volumen, hält Emulsionen stabil und verändert die Zähflüssigkeit. Eine wasserhaltige Mischung kann dadurch dicker und pastiger werden.


Gut zu wissen
Ein bekanntes Abbaugebiet liegt im US-Bundesstaat Wyoming. Dort wird laut PubChem Gestein gefördert, das zu mindestens 75 % aus Natrium-Montmorillonit oder dem verwandten Mineral Beidellit besteht.
Gut einzuordnen
Die Angaben zu diesen Aufgaben stammen aus der EU-Datenbank CosIng. Sie beschreiben, wofür ein Stoff in einer Rezeptur eingesetzt wird. Ein Wirkungsnachweis oder ein medizinisches oder desinfizierendes Versprechen für ein fertiges Produkt sind sie nicht – dafür zählen Konzentration und die gesamte Rezeptur.
Verwandte Inhaltsstoffe
Mit derselben Aufgabe in der Rezeptur:
Im Sortiment
In diesen Produkten enthalten
Zuordnung anhand der vollständigen INCI-Liste. Maßgeblich ist die aktuelle Deklaration auf der Verpackung; Rezepturen können sich ändern.


