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Das Janimare Inhaltsstofflexikon

Totarol

INCI
TOTAROL
Herkunft
Unterschiedlich möglichDiterpen-Phenol, das laut PubChem natürlich in Nadelgehölzen wie Podocarpus-Arten vorkommt; ob es für Kosmetik aus Holz gewonnen oder synthetisch hergestellt wird, legt der INCI-Name nicht fest
Aufgaben
AntioxidansDesodorierendMundpflegend
Im Sortiment
Enthalten in 5 Janimare-Produkten
Geprüft am
4.11.2026

Auf einen Blick

Ein Diterpen-Phenol, das natürlich in Nadelgehölzen wie Podocarpus-Arten vorkommt. CosIng führt es als Antioxidans für die Rezeptur, als desodorierenden und als mundpflegenden Stoff.

Ausführlich

Chemisch ist Totarol ein Diterpenoid mit der Summenformel C20H30O, ein Phenol auf einem teilweise hydrierten Phenanthren-Gerüst. CosIng nennt die CAS-Nummer 511-15-9 und den chemischen Namen 2-Phenanthrenol, 4b,5,6,7,8,8a,9,10-Octahydro-4b,8,8-trimethyl-1-(1-methylethyl)-, (4bS,8aS)-. PubChem führt die Verbindung als (+)-Totarol, ordnet sie nach ChEBI als Diterpenoid und Stoffwechselprodukt ein und nennt als natürliche Quellen Nadelgehölze, etwa die Rinde von Podocarpus nagi sowie Juniperus rigida und Thujopsis dolabrata.

CosIng verzeichnet drei Funktionen. Als Antioxidans schützt Totarol das Produkt selbst vor Reaktionen mit Sauerstoff, etwa vor dem Ranzigwerden von Ölen; diese Aufgabe betrifft die Rezeptur, nicht die Haut. Als desodorierender Stoff soll es unangenehmen Geruch verringern und der Geruchsbildung auf der Körperoberfläche entgegenwirken, als mundpflegender Stoff kosmetische Aufgaben in der Mundhöhle erfüllen. Ob der Stoff für Kosmetik aus Holz gewonnen oder synthetisch hergestellt wird, legt der INCI-Name nicht fest.

Andere Bezeichnungen

(+)-Totarol

Gut zu wissen

Entdeckt wurde Totarol 1910 in Neuseeland: Der Chemiker Thomas Hill Easterfield bemerkte auf frisch gehobelten Brettern der Tōtara (Podocarpus totara) einen kristallinen Belag und isolierte daraus den neuen Stoff; den Namen Totarol schlug er 1915 zusammen mit J. C. McDowell vor. Die Tōtara ist ein in Neuseeland heimischer Nadelbaum aus der Familie der Steineibengewächse.

Gut einzuordnen

Die Angaben zu diesen Aufgaben stammen aus der EU-Datenbank CosIng. Sie beschreiben, wofür ein Stoff in einer Rezeptur eingesetzt wird. Ein Wirkungsnachweis oder ein medizinisches oder desinfizierendes Versprechen für ein fertiges Produkt sind sie nicht – dafür zählen Konzentration und die gesamte Rezeptur.

Verwandte Inhaltsstoffe

Mit derselben Aufgabe in der Rezeptur:

Im Sortiment

In diesen Produkten enthalten

Zuordnung anhand der vollständigen INCI-Liste. Maßgeblich ist die aktuelle Deklaration auf der Verpackung; Rezepturen können sich ändern.