Das Janimare Inhaltsstofflexikon
Triethanolamin
- INCI
- TRIETHANOLAMINE
- Herkunft
- Synthetischaus Ethylenoxid und Ammoniak hergestellt
- Aufgaben
- PufferndTensid – emulgierendDuftgebendTensid – reinigend
- Im Sortiment
- Enthalten in 1 Janimare-Produkt
- Geprüft am
- 4.10.2026
Auf einen Blick
Triethanolamin ist ein Aminoalkohol, der in Kosmetik vor allem den pH-Wert einer Rezeptur einstellt und stabil hält. Außerdem hilft er, Öl und Wasser zu verbinden.
Ausführlich
Das Molekül besteht aus einem Stickstoffatom, an dem drei Hydroxyethylgruppen hängen. Hergestellt wird Triethanolamin synthetisch aus Ethylenoxid und Ammoniak; dabei entstehen auch Mono- und Diethanolamin.
CosIng nennt vier Funktionen, die überwiegend die Rezeptur betreffen. Als Puffer bringt der Stoff den pH-Wert auf das gewünschte Niveau und hält ihn dort, auch wenn saure oder basische Bestandteile hinzukommen. Als Emulgator hilft er, Flüssigkeiten zu verbinden, die sich sonst trennen würden. Dazu kommen eine reinigende Tensidfunktion und die Funktion Duftstoff.
Die EU-Kosmetikverordnung führt Triethanolamin in der Gruppe der Trialkanolamine. In Produkten, die auf der Haut bleiben, sind höchstens 2,5 % erlaubt. Für alle Produkte gelten Anforderungen an den Rohstoff: mindestens 99 % Reinheit, höchstens 0,5 % sekundäre Amine und ein Grenzwert für Nitrosamine. Außerdem darf der Stoff nicht zusammen mit nitrosierend wirkenden Systemen verwendet werden.
Andere Bezeichnungen
TEA
Gut zu wissen
Trotz des ähnlichen Namens ist Triethanolamin kein dreifaches Ethanol, sondern eine eigene Verbindung mit einem Stickstoffatom im Zentrum.
Gut einzuordnen
Die Angaben zu diesen Aufgaben stammen aus der EU-Datenbank CosIng. Sie beschreiben, wofür ein Stoff in einer Rezeptur eingesetzt wird. Ein Wirkungsnachweis oder ein medizinisches oder desinfizierendes Versprechen für ein fertiges Produkt sind sie nicht – dafür zählen Konzentration und die gesamte Rezeptur.
Verwandte Inhaltsstoffe
Mit derselben Aufgabe in der Rezeptur:
Rechtliches
- Rechtlicher Status in der EU
Mit Einschränkungen geregelt
Anhang III, Eintrag 62
Als Trialkanolamin eingeschränkt: höchstens 2,5 % in Mitteln, die auf der Haut verbleiben. Für alle Mittel gilt: nicht zusammen mit nitrosierend wirkenden Systemen verwenden, Reinheit mindestens 99 %, höchstens 0,5 % sekundäre Amine im Rohstoff, höchstens 50 µg/kg Nitrosamine, Aufbewahrung in nitritfreien Behältern.
EUR-Lex: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, konsolidierte Fassung vom 18.05.2026 (öffnet in einem neuen Tab)
Im Sortiment
In diesen Produkten enthalten
Zuordnung anhand der vollständigen INCI-Liste. Maßgeblich ist die aktuelle Deklaration auf der Verpackung; Rezepturen können sich ändern.

